Die Sage vom Krakower J├Ârnberg

Vor langer Zeit gab es auch in Krakow am See Riesen. Einer von ihnen lebte am Westufer des Sees. Sein Name lautete J├Ârn. Er war ziemlich fu├čfaul und hatte keine Lust, immer um den halben See gehen zu m├╝ssen, wenn er seine Freunde am Ostufer besuchen wollte. Deshalb nahm er sich vor, einen Damm durch den See zu bauen. In seiner Sch├╝rze trug er gro├če Mengen von Lehm und Sand heran und leerte sie zun├Ąchst am Ufer aus. Dann arbeitete er sich Meter f├╝r Meter in den See vor. Er hatte schon ganz sch├Ân viel Sand herbeigeschleppt, als ihm seine Sch├╝rze riss. Durch den heruntergefallenen Sand entstand ein neuer H├╝gel am See, doch mit dem Dammbau ging es so nat├╝rlich nicht voran. Ver├Ąrgert ├╝ber sein Missgeschick h├Ârte J├Ârn mit der Arbeit auf und verlie├č die Gegend. Er stie├č noch seinen Besen verkehrt herum in die Erde, das war an der Grenze zum heutigen Ort Charlottenthal. Der Besen ÔÇô der m├Âglicherweise ein dicker Weidenstock war - wuchs zu einem stattlichen Baum heran. Der neue Damm wurde zwar nicht fertig, doch er reicht als Halbinsel Lehmwerder bis heute weit in den See hinein. Der H├╝gel ist nach dem Riesen selbst benannt und hei├čt J├Ârnberg.

neu erz├Ąhlt von Marianne Thiele

Sage aus Krakow am See und der Umgebung

 

Last Updated (Thursday, 07 March 2019 17:12)